Wasserlochklamm

Wasserlochklamm – Wasserfälle und blühende Felsrasen


Die Wasserlochklamm entspringt auf knapp 900m Seehöhe am Südwesthang des Hochkars. Als typische Karsterscheinung versickern oberhalb des Wasserlochs die Niederschläge, um dann in einem Gesteinstrichter, der sich zu einer tunnelartigen Höhle in Siphon-Gestalt verengt, zu entspringen und am Wasserloch zu Tage zu treten. Der Wasserlochbach stürzt sich anschließend über zahlreiche Felsstufen samt Wasserfällen der Salza entgegen.
Nach Überquerung der Salza und aus einem Buchenwald kommend, sind die Wasserfälle mit ihren Felswänden zu bestaunen. Ein näherer Blick auf die Felswände und den Pflanzen darauf ist lohnenswert. Auf den Felswänden gedeihen Flechten und Moose. In den Felsspalten wächst der zarte Schwarzbraun-Streifenfarn und sehr häufig ist das weißblütige Kalkfels-Fingerkraut anzutreffen.
Aus der Tierwelt ist der Gelbringfalter ein optischer Genuss. Dieser Schmetterling ist EU-weit streng geschützt und in ganz Österreich stark gefährdet. Seine Flügel sind intensiv braun gefärbt und weisen beiderseits Reihen von schwarzen Flecken auf, die von einem charakteristischen gelben Ring umgeben sind. Weitere Schmetterlinge der Klamm sind der Kaisermantel und der Zwergbläuling. Für das sommerliche Zirpen sorgen Alpen-Strauchschnecke und Zwitscher-Heuschrecke. Der Kolkrabe ist in den Lüften zu sehen und manches Mal sogar der Steinadler.
Der Weg bis knapp unters Wasserloch beginnt bei der Wasserlochschenke, quert mit einer Hängebrücke die Salza und führt über zahlreiche Leitern und Stege von 520m auf 820m Seehöhe.

Lage: 490803,8 E bzw. 5283303,0 N
Gemeinde: Landl
Kategorie: Fließgewässer & Klammen

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